Den Pastoralplan mit Leben füllen

Tag der leitenden Pfarrer.

Der "Tag der leitenden Pfarrer" im Bistum Münster fand am 16. April 2013 ein plötzliches Ende. Als am frühen Nachmittag die Nachricht vom Tod des emeritierten Bischofs von Münster, Dr. Reinhard Lettmann, bekannt wurde, versammelten sich die rund 150 Priester im St.-Paulus-Dom in Münster, um im Rahmen einer Vesper für den Verstorbenen zu beten. Am Vormittag hatte der Diözesanpastoralplan, der von Bischof Dr. Felix Genn am 1. März 2013 in Kraft gesetzt worden war, im Mittelpunkt des Zusammentreffens gestanden. "Der Pastoral-plan darf nicht Papier blieben. Dass wir ihn jetzt mit Leben füllen – darauf kommt es an", sagte der Bischof.  Es gehe jetzt darum, das Dokument auf Gemeindeebene umzusetzen.

"Was können wir mit unseren Möglichkeiten tun, um Jesus Christus darzustellen?", fragte Pater Manfred Kollig, Leiter der Hauptabteilung "Seelsorge" im Bischöflichen Generalvikariat. Er warb dafür, die Aussagen des Diözesanpastoralplans in der Seelsorge vor Ort zu konkretisieren. Dabei sei der Pastoralplan kein Aktionsplan. "Er ist eher so zu verstehen, dass wir den Menschen sagen, was wir im Sinn, im Geist und im Herzen haben. Und wir sollten schauen, welche Freiflächen wir haben, welche Ressourcen es gibt, um planen zu können."

"Unsere Aufgabe ist es, die Zeichen der Zeit neu zu verstehen", sagte Andreas Fritsch, im Generalvikariat für die Gemeindeberatung zuständig. Der Pastoralplan sei ein großes Vorhaben. Es stünden Überlegungen an wie: "Was hat ein sozialer Raum davon, dass es uns gibt? Was hat sich vor Ort geändert? Dem müssen sich Bistum und Pfarrei stellen." Bei der Entwicklung lokaler Pastoralpläne könne jeder, etwa mit Angaben zu den jeweiligen Milieus, die sich in einer Pfarrei fänden, die Wirklichkeit anschauen und dann Ziele und Maßnahmen entwickeln. "Die Prioritäten werden dabei je nach Pfarrei unterschiedliche sein", sagte er. Er wies darauf hin, dass für die Entwicklung lokaler Pastoralpläne eine Arbeitshilfe erschienen sei, die Anregungen und Unterstützungen geben wolle. Ziel sei, dass die lokalen Pastoralpläne ab Herbst 2014 eingereicht werden.

"Der neue Pastoralplan ist ein gutes Angebot, ins Gespräch zu kommen – mit den Menschen vor Ort und auch mit den verschiedenen Gremien", kommentierte Dr. Heinz-Norbert Hürter, Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Gocher Land, am Rande des Treffens. Er freue sich über neuen "Schwung, der nun reinkommt" und überlege, ob manches in der Seelsorge nicht auch verzichtbar sei. Auch Pater Wilhelm Landwehr aus Bad Zwischenahn begrüßte das Dokument: "Der Blick ist in die Zukunft gerichtet. Es bietet eine Perspektive."

Bei einer Umfrage unter den Geistlichen zur Frage, wo in ihrer Pfarrei nicht alles nach Plan laufe, sahen die Priester unter anderem Verbesserungsmöglichkeiten im Blick darauf, achtsam für das zu sein, "was Menschen wirklich brauchen". Wichtig sei eine "Bereitschaft zur Veränderung, damit die Begegnung mit dem Auferstandenen möglich wird."

Text/Foto: Bischöfliche Pressestelle
17.04.2013

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Oliver Lücke
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