Auftaktveranstaltung zur Entwicklung lokaler Pastoralpläne

Auftaktveranstaltung

Die katholische Kirche im Bistum Münster startete am Samstag mit der Umsetzung des Diözesanen Pastoralplans.

Mit der Auftaktveranstaltung "Pfarreien klären ihre Sendung" wurde den kirchlich Verantwortlichen im niedersächsischen Bistumsteil Appetit auf die Entwicklung lokaler Pastoralpläne gemacht.

Die Oldenburger Katholiken sind damit ‚Pilotinnen und Piloten‘ für eine bistumsweite Veranstaltungsreihe. Bei acht weiteren Treffen möchte das Bistum Münster für die Erstellung lokaler Pläne motivieren und engagierte Gemeindemitglieder zusammenführen.

Mehr als einhundertzwanzig Ehrenamtliche und Hauptberufliche folgten der gemeinsamen Einladung des Offizialates in Vechta und des Generalvikariates in Münster in die Katholische Akademie Stapelfeld bei Cloppenburg. Dort setzten sie sich in Kleingruppen, Foren und Workshops mit den Inhalten des Diözesanen Pastoralplans auseinander. Aufgebaut in drei Kapiteln bietet dieser eine Situationsanalyse für die katholische Kirche im Bistum Münster, Orientierung an der Emmaus-Geschichte als einem biblischen Leitwort und konkreten Optionen für die Pastoral auf Bistums– und Pfarreiebene.

Der Plan bietet die Grundlage um die Pastoral, nach den vielen Fusionen und Strukturveränderungen,  verstärkt in den Blick zu nehmen. Mit seiner Hilfe können Kirche und pastorales Handeln im Bistum regelmäßig überdacht werden, um handlungsweisende Vereinbarungen zu entwickeln.  Bischof Dr. Felix Genn hatte diesen Plan, der gemeinsam mit den Gremien und Verbänden entwickelt wurde, am 1. März in Kraft gesetzt. Im November stehen Pfarreiratswahlen an. Ab dann übernehmen die neuen Gremien die Federführung zur Entwicklung lokaler Pastoralpläne für die Pfarreien, in denen gemeinsam eine visionäre Vorstellung von Gemeinde entwickelt und Schwerpunkte gesetzt werden.

Jetzt müsse man sich aufmachen "um das, was auf Papier steht, Realität werden zu lassen", warb Weihbischof und Offizial Heinrich Timmerevers für die Umsetzung. Er freue sich darüber freue, dass so viele Pastoralreferenten, Priester und Ehrenamtliche aus den Pfarrgemeinde die Motivation zur konzeptionellen Arbeit hätten. Gemeinsam mit zahlreichen Mitarbeitern des Offizialates setzten sie mit der Veranstaltung ein Signal, dass "wir uns gemeinsam auf den Weg machen", stellte Timmerevers fest. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Offizialat als Dienstleister sei ihm sehr wichtig. Auch als kirchliche Oberhörde ist das Offizialat für die Umsetzung des Plans im Oldenburger Land verantwortlich. "Für die Bistumsebene sieht der Pastoralplan verbindliche Ziele vor", betonte Andreas Fritsch, Leiter der Fachstelle Gemeindeentwicklung in Münster. "Daran muss sich die Bistumsleitung in einigen Jahren messen lassen", kündigte er an.

Auf Pfarreiebene sieht der Plan mögliche Handlungsziele vor, deren konkrete Ausarbeitung und Prioritätensetzung in den Händen der Gemeindegremien läge, erläuterte Fritsch. Verbindliche Aufgabe sei es, sich als Pfarrei mit dem Bistumsplan zu beschäftigen. Wichtig ist Fritsch, "dass der Plan nichts oben drauf tun will". Er sieht einen hohen Wert in der Auseinandersetzung und formulierte drei Fragen, die sich heute für eine Pfarrgemeinde stellen: Was hat eine Kommune, bzw. ein Ortsteil davon, dass es vor Ort eine katholische Pfarrei gibt? Können Menschen heute in der Pfarrei mit Gott in Berührung kommen? Wissen die Menschen, wofür die Pfarrei verbindlich steht und was ihre Schwerpunkte sind?

Mit Hilfe dieser Fragen und einer im Bistum entwickelten Arbeitshilfe können Gemeinden ihren lokalen Pastoralplan entwickeln. Es gehöre dazu, die Öffentlichkeit im Blick zu behalten, viele Leute einzubinden,  eine Vision vom Gemeindeleben zu entwickeln, aber auch konkrete und überprüfbare Ziele zu formulieren. Gemeinden sollten Prioritäten setzen, und sich auf Themen und Veranstaltungen einigen, die hinten anstehen. Die erste Aufgabe für aktuelle Gremien sei es, nach motivierten Kandidaten für die neuen Pfarreiräte zu suchen. Es werden Leute gesucht, die Spaß daran haben, konzeptionell zu denken, um gemeindliches Leben in die Zukunft zu führen.

Text/Foto: Bischöfliche Pressestelle
20.06.2013

Kontakt

Oliver Lücke
Referat Geschäftsführung Pastoralplan
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