Mut zum zum Experimentieren – Multiplikatorentreffen im Oldenburger Land

Multiplikatorentreffen im Oldenburger Land

Auf den ersten Blick wirkt der Pastoralplan für das Bistum Münster wie ein großer Berg an Arbeit. Auf 46 Seiten findet man eine Situationsanalyse, eine biblisches Leitwort, vier sogenannte Optionen, mögliche Ziele für die Pfarreien und selbstverpflichtende Ziele für die Bistumsebene. Dazu kommen noch eine umfassende Arbeitshilfe, Plakate zur Prozessplanung, eine CD mit weiteren Unterlagen und viele Listen mit möglichen Schritten. Das Material soll die Erstellung lokaler Pastoralpläne in den Gemeinden erleichtern, wirft aber zunächst die Frage auf: "Wie sollen wir anfangen?"   

Für diese Antwort sind am Dienstagabend (19. November 2013) über einhundert Pfarreiratsmitglieder, Pastoralreferenten, Diakone und Priester aus dem ganzen Offizialatsbezirk in die Katholische Akademie Stapelfeld gekommen. Viele von ihnen erkannten, dass der Plan auf den zweiten Blick zur Gelassenheit motiviert, die Frage nach Gott stellt und dafür wirbt, im eigenen Sozialraum genau hinzusehen. "Wir setzen auf Sie als Multiplikatoren," sagte Pater Manfred Kollig, Leiter der Seelsorgeabteilung im Generalvikariat Münster, "bitte erzählen sie in ihren Gemeinden vom heutigen Abend". Gemeinsam mit dem Geschäftsführer für den Pastoralplan, Oliver Lücke aus Münster, und Dominik Blum, Leiter des Erwachsenenreferates im Offizialat Vechta, gab Kollig einen Einblick in Intention und Aufbau des Plans. Basierend auf den vier Säulen Ressourcenorientierung, Sozialraumorientierung, Partizipation und Charismenorientierung, sei dieser "Plan  kein Aktionsplan", stellte Kollig fest. Man wolle das Verständnis dafür fördern, was Menschen heute bewegt und die Frage beantworten, wie Kirche dazu beitragen kann, dass Leben gelingt.

Um das zu erreichen, hilft den Pfarreiräten ein regelmäßiger  und wiederkehrender Prozess. Sehen – Urteilen – Handeln. Sehen, wie die Situation vor Ort ist, urteilen, was wichtig ist, oder vorerst zurückgestellt werden muss, und handeln, wie es gemeinsam entwickelt wurde. Bei der Erstellung ihrer Pläne sollen die Gemeinden beantworten, was sie können, was notwendig ist und wie die Menschen dabei mit ihren gottgeschenkten Gaben, den Charismen, beteiligt werden können. Kollig ermutigt zum Experimentieren. "Sicherlich führt das zu Diskussionen, aber ohne Streit geht es nicht."  Experimente haben auch Grenzen, wichtiger sei es, die Möglichkeiten zu sehen und zu wissen, "eine Guillotine gibt es nicht", versicherte er.

Unterstützung erfahren die Pfarreien durch das Generalvikariat in Münster und das Offizialat in Vechta.  "Scheuen Sie sich nicht, nehmen Sie die Hilfe in Anspruch, die Referenten unterstützen sie vor Ort", bot Lücke an. Für das erste Quartal 2014 sind bereits Tages- und Wochenendveranstaltungen mit fünfzig Pfarreiräten vereinbart. Auf der Homepage www.pastoralplan-bistum-muenster.de stehen Informationen und Material zum Prozess, die Arbeitshilfen können kostenfrei bestellt werden. Wie sollen die Pfarreiräte mit der Arbeit beginnen? Als erstes steht die Frage: "Was sehen wir? Die Welt ist Gottes voll."

Text/Bild Johannes Hörnemann/BMO Vechta
21.11.2013

Kontakt

Oliver Lücke
Referat Geschäftsführung Pastoralplan
Telefon: 0251 495-552
Telefax: 0251 495-7552
pastoralplan@bistum-muenster.de

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