Pfarrei St. Lamberti Coesfeld stellt ihren Pastoralplan vor

Im Schatten der St.-Lamberti-Kirche präsentierten Pfarrdechant Johannes Arntz, Dirk Borowski, Claudia Lobbe und Guido Sondermann (von links) den lokalen Pastoralplan, der Pfingsten in Kraft tritt.

In diesen Tagen finden die Mitglieder der Pfarrei St. Lamberti in Coesfeld neben dem Pfingstpfarrbrief auch den lokalen Pastoralplan der katholischen Kirchengemeinde in ihren Briefkästen.

Modern präsentiert sich die DIN-A-4 große Broschüre mit ihren 64 Seiten. Das kommt nicht von ungefähr, denn die grafische Umsetzung hat die Medienagentur Punktmacher aus Essen übernommen. "Sie haben uns dazu angehalten, unsere Inhalte leicht verständlich und prägnant zu formulieren. Dazu kommt das zeitgemäße Layout. Wir hoffen, dass St. Lamberti auf diesem Weg in einem neuen Licht wahrgenommen wird", begründet Pfarrdechant Johannes Arntz die ungewöhnliche Zusammenarbeit.

Vor gut drei Jahren trat im Bistum Münster der diözesane Pastoralplan in Kraft. Anschließend waren die Pfarreien aufgefordert, entsprechend eigene, lokale Pastoralpläne zu erarbeiten. "Nach anfänglicher Skepsis habe ich mich aber eines Besseren belehren lassen", gibt der Seelsorger zu. Denn bereits in der Arbeitsphase habe die Beschäftigung mit den Themen Vorteile gebracht: "Wir sind zielorientierter mit dem Pfarreirat und dem Kirchenvorstand unterwegs", hat Arntz beobachtet.

Grundlage des lokalen Pastoralplans ist das Leitbild, das die Gemeinde bereits vor einiger Zeit entwickelt hatte. In den vergangenen zwei Jahren haben sich die Verantwortlichen mit der eigenen Pfarrei unter verschiedenen Aspekten beschäftigt. Entstanden ist ein Plan, der die Menschen einlädt, aktiv zu werden: um ihrer selbst willen, der Menschen willen und um Gottes willen. In acht großen Themen von Gottesdienst über Nächstenliebe, Verkündigung, Dialog, Ehrenamt, Kultur und Bildung, Gemeinschaft sowie Weitblick ist er unterteilt.

 "Uns ist es wichtig, die Menschen anzusprechen, sie zu motivieren, sich in die Gemeinde mit ihren Charismen einzubringen. Nicht die Aufgabe, für die wir Menschen suchen, steht im Vordergrund, sondern der Mensch, der mit seinen Talenten zu uns kommt", informiert Guido Sondermann, Vorsitzender im Pfarreirat. Er hat gemeinsam mit Arntz, Dirk Borowski, Claudia Lobbe und Andreas Hinz maßgeblich an dem Pastoralplan gearbeitet. "Aber es war auch ein Dialogprozess, in den wir die Verbände und Gruppen einbezogen haben", ergänzt Arntz.

Ausgehend von der Sinus-Milieus-Studie haben sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe gefragt, welche Menschen in St. Lamberti leben. Das Ergebnis: Es sind vorwiegend kinderlose Hausehalte mit jungen und älteren Erwachsenen. Und sie sind kulturell interessiert. "Somit wäre es verfehlt, in unserer Pastoral einen Schwerpunkt auf junge Familien mit Kindern zu setzen", erklärt Arntz und sagt weiter: "Es geht um die Verkündigung der Botschaft an die Menschen, die hier leben."

Über allem steht das Motto "Jetzt aktiv werden", das den Lesern am Ende jedes Kapitels Vorschläge aufzeigt, sich in der Gemeinde einzubringen. "Wir setzen uns Ziele, die einforderbar sind. Damit ist unsere Arbeit verbindlich", benennt Arntz einen wichtigen Aspekt des Pastoralplans. Eine Verbindlichkeit auf Seiten des Bistums Münster gegenüber der Pfarrei sieht er ebenfalls, denn "das Bistum hat sich mit unserer pastoralen Planung auseinander gesetzt und den Plan genehmigt".

 Auf vier bis fünf Jahre ist der lokale Pastoralplan angelegt. Dann soll er überprüft werden. "Was haben wir erreicht? Woran müssen wir noch arbeiten?", nennt Sondermann Aspekte, mit denen sich vornehmlich der dann neu gewählte Pfarreirat beschäftigen muss. "Wir würden uns freuen, wenn sich die Gemeindemitglieder mit unserem Pastoralplan befassen", wünscht sich Arntz.

Der lokale Pastoralplan wird in den nächsten Tagen auch auf der Internetseite der Pfarrei veröffentlicht: www.lamberti-coe.de.

Kontakt

Oliver Lücke
Referat Geschäftsführung Pastoralplan
Telefon: 0251 495-552
Telefax: 0251 495-7552
pastoralplan@bistum-muenster.de

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