Pastoralplan für das Bistum Münster

Mit dem Pastoralplan für das Bistum Münster (hier: Fassung in leichter Sprache) hat sich das Bistum einen verbindlichen Rahmen für die Seelsorge in den kommenden Jahren gegeben.

Bischof Dr. Felix Genn hat am 1. März 2013 den Pastoralplan für das Bistum Münster in Kraft gesetzt. Er wurde im Diözesanrat entwickelt, diskutiert und verabschiedet und entstand im Austausch und in Kooperation mit vielen Einzelpersonen, Gruppen und Gremien. Im Diözesanrat sind alle pastoralen Berufsgruppen sowie die synodalen Gremien, die Verbände und die Bistumsleitung vertreten. Die Leitung hat der Diözesanbischof.

Bereits im Frühjahr 2011 stellten sich Bistumsleitung und die synodalen Gremien die Aufgabe, folgende Fragen zu beantworten:

  • Welchen Auftrag haben wir als Kirche im Bistum Münster angesichts der Botschaft des Evangeliums und der aktuellen Situation unserer Welt?
  • Welche Möglichkeiten haben wir, diesen Auftrag zu erfüllen? Welche Gaben bringen Menschen mit und sind sie bereit, einzubringen? Welche materiellen Möglichkeiten hat das Bistum und haben die Katholiken im Bistum?

Diese Fragen werden seitdem auf der Bistumsebene, in den synodalen Gremien, in den pastoralen Berufsgruppen, den Verbände und kirchlichen Einrichtungen (z.B. den Kindertageseinrichtungen) und in den Pfarreien besprochen. Einen Überblick über die Geschehnisse der letzten Jahren finden Sie hier

Das Gespräch über den Pastoralplan soll ein Gespräch der Mitbeteiligung sein. Auch diejenigen, deren Mandat sich allein aus der Taufe und nicht zusätzlich aus Wahl oder Ernennung ergibt, sollen an dem Beratungs- und Entscheidungsprozess teilnehmen können, z.B. bei einem Pfarrkonvent oder einer Pfarrversammlung.  

Bei diesem Prozess geht es nicht um eine zeitlich befristete Aktion. Vielmehr soll damit eine „Kultur“ eingeführt werden, um zukünftig mit dem Sinn für die aktuelle Wirklichkeit aus dem Geist Jesu Entscheidungen über Prioritäten und Posterioritäten zu treffen.

Folgende Ziele ergeben sich aus der oben genannten Aufgabe:

  • Mit möglichst vielen Menschen im Bistum über die Sendung der Kirche in unserem Bistum sprechen und herausfinden, welchen Auftrag unser Bistum in der jeweils aktuellen Situation hat.
  • Aus der Sendung konkrete Optionen, Ziele und Maßnahmen für die Bistumsebene ableiten.
  • Auf der lokalen Ebene (Pfarreien) entdecken und vereinbaren, wie in dem konkreten Lebens- und Sozialraum diese Sendung gelebt werden kann.
  • Sowohl auf der Bistums- als auch der lokalen Ebene sollen Entscheidungsprozesse nachhaltig als geistliche Prozesse eingeübt werden: Innere Freiheit, Vertrauen, Kenntnis über den Auftrag Jesu (Heilige Schrift und Entwicklung der Kirche) sind Haltungen, die im Gebet und im Austausch entwickelt und gestärkt werden sollen.

Der Diözesanrat hatte sich im Rahmen des Entstehungsprozesses darauf verständigt, dass uns in der gegenwärtigen Situation das Evangelium von der Begegnung der Jünger mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus leiten soll. Es gibt zudem ein Gebet für die Gespräche und Entscheidungen zum Pastoralplan.

Prozessbegleitung

An der Umsetzung des Pastoralplans für das Bistum Münster sind viele Menschen und Organisationen beteiligt. Es gilt die Prozesse zu koordinieren, die rund um die Entwicklung lokaler Pastoralpläne und die Realisierung der Ziele auf Bistumsebene nötig sind. Wie im Pastoralplan angekündigt, wurde hierfür eine Koordinierungsgruppe gebildet. In ihr arbeiten Vertreter aus dem Diözesanrat, dem Bischöflich Münsterschen Offizialat Vechta und den verschiedenen Hauptabteilungen im Bischöflichen Generalvikariat Münster gemeinsam an der Verwirklichung des Pastoralplans. Ebenso wurde eine weitere Koordinierungsgruppe im Offizialatsbezirk Oldenburg eingerichtet. Bei Fragen zu diesen Gruppen können Sie sich gerne an Oliver Lücke, Leiter des Referats Geschäftsführung Pastoralplan, wenden.

Kontakt

Oliver Lücke
Referat Geschäftsführung Pastoralplan
Telefon: 0251 495-552
Telefax: 0251 495-7552
pastoralplan@bistum-muenster.de

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